Weibliche Spiritualität im Märchen

Weibliche Spiritualität im Märchen

Aschenputtel – Weg der inneren Reifung, Vortrag: 14.01.11
Die meisten Märchen haben sich im Lauf von Jahrhunderten gewandelt und sich den Gegebenheiten der jeweiligen Epoche angepasst. Dadurch ist ihr ursprünglicher Bedeutungsgehalt häufig verschleiert, zum Teil herausgelöst worden oder ganz verloren gegangen. In vielen Märchen ist jedoch die ursprüngliche Bedeutung noch erhalten. Zum Beispiel in Märchen, in denen die Überreste einer alten Spiritualität durchscheinen, deren universaler Charakter sich in Bildern übersinnlicher Phänomene, Symbolen der Lebenskraft und in Geschichten seelischer Wandlungs- und Transformationsprozesse aufscheint.

Die Sprache der Märchen ist eine Bilder- und Symbolsprache, welche die tieferen Schichten der menschlichen Seele berührt. Märchen transportieren ein universales Wissen, aus dem heraus Einsichten in die seelische Grundkonzeption jener tieferen Seelenschicht zu gewinnen sind. Das Märchen vom Aschenputtel führt uns in vielfältiger Symbolik das Streben des Menschen nach ständiger Weiter- und Hö­herentwicklung bis zur initiatorischen Reife der Persönlichkeit vor Augen.