Die Waffen nieder! Bertha von Suttner. Ein Leben für Frieden und Abrüstung

Die Waffen nieder!

 

70 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges
Vortrag mit Marina Stachowiak

Vortrag am Freitag, den 8. Mai, 19.00 Uhr im Institut für integrale Bewusstseinsbildung, Darmstädter Straße 16, Reinheim.
Der Vortrag ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum Vortag der Veranstaltung:
info@temporik-art.de oder Tel.: 06162 969270

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Im Ersten Weltkrieg kamen rund 17 Millionen Menschen ums Leben, im Zweiten Weltkrieg wird die Zahl der Todesopfer um mehr als 50 Millionen geschätzt. Die Folgen der Kriege sind auch in den Generationen danach noch lange spürbar. Das transgenerationale Erbe der Kriege hat einen langen Atem. Das gilt nicht nur für die Nachkommen der vergangenen Kriege, sondern auch für die Überlebenden und Nachkommen der weltweiten Krisengebiete.
Alte Denkmuster, wie sie vor dem Ersten Weltkrieg herrschten, breiten sich wieder aus und führen zum Aufbau von nationalen Feindbildern. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Reaktionen der internationalen Staatengemeinschaft auf die Flüchtlingsproblematik. Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen, der ohne die Arbeit der Friedensbewegung um Bertha von Suttner nicht zustande gekommen wäre, hat als Instrument zur Schaffung eines dauerhaften Friedens in Syrien, im Irak, in Gaza, Israel und der Ukraine versagt.
Angesichts der gegenwärtigen Krisenlage in der Welt nimmt das Institut den 8. Mai zum Anlass, an Bertha von Suttner zu erinnern, die ihr Leben dem Frieden und der Abrüstung gewidmet hat.
Bertha von Suttner (1843-1914) war eine österreichische Pazifistin und Schriftstellerin. Für ihre Arbeit für den Frieden erhielt sie 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis.
Sie setzte sich weltweit für Abrüstung und Frieden ein und glaubte daran, dass durch kosmopolitische Ideen ein Aussterben des Völkerhasses möglich sei.
Bertha von Suttner gründete Friedensvereine und setzte sich für die Schaffung eines internationalen Schiedsgerichts ein, das Konflikte zwischen Staaten in Zukunft friedlich lösen sollte. Sie kämpfte für das Zustandekommen der beiden Haager Friedenskonferenzen (1899 und 1907), aus denen der Internationale Gerichtshof als oberstes Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen hervorgegangen ist.