Franz Anton Mesmer

Franz Anton Mesmer

und der animalische Magnetismus

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Der Arzt Franz Anton Mesmer (1734-1815) begründete im 18. Jahrhundert eine spektakuläre Heilmethode, die er als animalischen Magnetismus bezeichnete und die später nach ihm auch Mesmerismus genannt wurde. Er hatte entdeckt, dass magnetische Kräfte auch den Menschen durchdringen und dass im menschlichen Körper ähnlich wie im mineralischen Magneten entgegengesetzte Pole walten, welche mitgeteilt, verwandelt, zerstört und gestärkt werden können.
Mit seiner Heilmethode hatte Mesmer bahnbrechende Erfolge, zunächst in Wien, später in Paris. Weltweit entstanden Gesellschaften der Harmonie, in denen der animalische Magnetismus gelehrt und praktiziert wurde.
Ähnlich wie Paracelsus vertrat Mesmer eine Naturphilosophie, die an den abendländischen hermetischen Lehren orientiert war. In dieser Tradition ist der hierarchische Aufbau des Kosmos verwurzelt, wonach das, was in der kosmischen Sphäre geschieht, eine Entsprechung auf der Erde bzw. im Menschen selbst hat. Mesmer orientierte sich insbesondere an den Lehren Descartes und Newtons und beschäftigte sich mit den neuen wissenschaftlichen Entdeckungen seiner Zeit. Er war zeitlebens daran interessiert, dass seine Methode wissenschaftlich bestätigt wurde. Obgleich er die Genesung vieler Patientinnen und Patienten wiederholt nachweisen konnte, man aber das, im animalischen Magnetismus wirkende Fluidum nicht nachweisen konnte, kam man zu dem Ergebnis, dass Mesmer nicht durch eine physikalische Kraft, den animalischen Magnetismus im Menschen, sondern durch Suggestion heile. Mesmer war den ständigen Anfeindungen der Ärzteschaft ausgesetzt, lehrte und praktizierte jedoch bis zu seinem Lebensende.

Institut für integrale Bewusstseinsbildung (Herausgeber)
© temporik-art Verlag Reinheim, 2015
Alle Rechte vorbehalten
Umschlag- und Satzgestaltung: Andreas Stachowiak
Druck: Druckerei Berg, Reinheim
Titelbild: Franz Anton Mesmer
ISBN 978-3-945904-03-9
Preis: 7,99 Euro