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Schriftenreihe des Instituts

Schriftenreihe des Instituts

Die Schriftenreihe des Instituts für integrale Bewusstseinsbildung erscheint in unregelmäßigen Ab­ständen im temporik-art Verlag Reinheim. Sie soll mit ihrer Themenvielfalt die Grundlagen der abendländischen Bewusstseinsbildung und Geistesgeschichte so­wie aktuelle Themenbereiche um­reißen und die Leserinnen und Leser auf die Möglichkeiten der Bewusstseinsveränderung auf­merksam machen.
Die beinhalteten Themen orientieren sich maß­geblich am Werk des Kulturtheoretikers Jean Gebser, der in sei­nem Hauptwerk Ur­sprung und Gegenwart die durch die Mensch­heitsgeschichte ent­standenen und uns inhärenten Bewusstseinsmu­tationen aufgezeigt hat. Gebser hat bereits in den 1940-er Jahren die Schwierigkeiten der gegenwärtig wirkenden defizienten Bewusst­seinsphase ange­kündigt, und auf die enormen Schwierigkeiten hingewiesen, mit de­nen wir heute weltweit konfrontiert sind. Neben den zerstöreri­schen Kräften weist Gebser aber auch auf die schöpferischen Kräfte hin, die eine Lösung aus der gegenwärtigen Krise ermögli­chen. Er zeigt auf, wo diese be­reits seit längerer Zeit wirken und was zu tun ist, um den Sprung aus dem rationalen ins integrale Bewusstsein zu leisten. Diese Leistung muss von jedem einzelnen Menschen unternommen wer­den.
Die Kunst der schöpferischen Bewusstseinsgestaltung mit tempo­rik-art basiert in ihren Grundlagen auf Gebsers Werk.

In der Schriftenreihe sind bisher folgende Titel erschienen:

Band 1: Marina Stachowiak, Weibliche Spiritualität im Märchen. Aschenputtel – Weg der inneren Reifung

Band 2: Marina Stachowiak, Hochsensibilität und Nahtoderfahrung

Band 3: Roswitha Schneider, Demenz. Die not-wendende Botschaft des Bewusstseins

 

In Vorbereitung:

Franz Anton Mesmer und der animalische Magnetismus

Die Waffen nieder. Bertha von Suttner. Ein Leben für Frieden und Abrüstung

Non est deus. Der Narr in der frühen Neuzeit und die Entwicklung des Ich

Wege aus der Krise. Holistische Physik und temporik-art

Paracelsus. Hermetiker, Arzt und Philosoph an der Schwelle zur Neuzeit

Astrologie. Aberglaube oder geistiges Weltkulturerbe

Zur Transformation transgenerationaler Erfahrungen von Faschismus und Krieg

Zum 40. Todestag von Jean Gebser

Zum 40. Todestag von Jean Gebser

Der Ursprung ist immer gegenwärtig. Er ist kein Anfang, denn aller Anfang ist zeitgebunden. Und die Gegenwart ist nicht das bloße Jetzt, das Heute oder der Augenblick. Sie ist nicht ein Zeitteil, sondern eine ganzheitliche Leistung, und damit auch immer ursprünglich. Wer es vermag, Ursprung und Gegenwart als Ganzheit zu Wirkung und Wirklichkeit zu bringen, sie zu konkretisieren, der überwindet Anfang und Ende und die bloß heutige Zeit. (Jean Gebser)

Mit diesen Worten beginnt Jean Gebser sein großartiges und gerade heute hochaktuelles Werk Ursprung und Gegenwart, in dem er die abendländische Bewusstseinsgeschichte anhand vieler Belege aus den verschiedensten Disziplinen aufzeigt und nachweist.

Heute, am 14. Mai 2013, ist sein 40. Todestag. Jean Gebser starb in den frühen Morgenstunden mit 68 Jahren in Wabern bei Bern. Er war einer der großen Bewusstseinsforscher und Visionär eines neuen Bewusstseins, das er als integral bezeichnete. Gebsers Vermächtnis war und ist nicht nur mir und dem Institut für Integrale Bewusstseinsbildung wegweisend, sondern auch vielen Menschen auf der ganzen Welt, die an Tiefe, Grund und Sinn interessiert sind.

Jean Gebser hat uns mit seinem Strukturmodell des menschheitlichen Bewusstseins auch das Wesen der eigenen Bewusstseinssphäre aufgezeigt. Demnach ist das menschliche Bewusstsein ein Simile der menschheitlichen Bewusstseinsmutationen. Denn durch Gebser wissen wir heute, dass jeder Mensch in der individuellen Entwicklung vom Säugling zum Erwachsenen die jeweiligen Stadien der menschheitlichen Bewusstseinsentfaltung erneut durchlaufen muss. Dies bedeutet für den einzelnen Menschen eine enorme geistige Leistung, die, wenn sie vollzogen ist, zu einem Dimensionsgewinn führt.

Mit Temporik-ART können wir Gebsers Modell nun nach so langer Zeit eine praktische Methode zur Seite stellen, die erstmals dazu in der Lage ist, die von Gebser aufgezeigten und uns konstituierenden Bewusstseinsstufen aufzufinden und sie schöpferisch zu verändern, sie uns bewusst werden zu lassen und sie zu integrieren. Dass es so lange gedauert hat, Gebsers Modell eine praktisch handhabbare Methode zur Seite zu stellen, zeugt von der Langsamkeit von Bewusstwerdungsprozessen, aber auch von der Mühsal, die sie mit sich bringen.

In seinem Werk Ursprung und Gegenwart beschreibt Gebser fünf Stufen bzw. Mutationen der geistigen Entfaltung des menschlichen Bewusstseins, die archaische, magische, mythische, mentale und die sich entfaltende integrale Struktur. Dabei distanziert er sich ausdrücklich von dem Begriff der Entwicklung im Sinne einer allgemein als lineares Geschehen verstandenen Bedeutung. Vielmehr ist das, was Gebser als Mutation beschreibt, ein sprunghaftes, akausales und plötzlich sich vollziehendes Geschehen, wobei jede neu mutierende Stufe die bereits vorhandenen integriert. Anders als andere Denker vor ihm, welche die kulturelle Entwicklung als linearen Prozess des Aufkommens neuer und besserer Formen und des Absterbens überkommener sahen, bleiben die bereits vollzogenen Mutationen laut Gebser bestehen und werden von den jeweils neuen Mutationen umfangen. So wirken sämtliche Stufen in einem hierarchischen Gefüge ineinander und miteinander, wobei jede Bewusstseinsmutation einen Dimensionsgewinn darstellt. Dabei ist jede Stufe ein Nachvollzug dessen, was bereits wirkt bzw. was bereits im Ursprung angelegt ist, da jede Stufe aus dem unsichtbaren Ursprung, der für Gebser geistig-göttlicher Natur ist, mutiert.

Jede Mutation verläuft in zwei Phasen, die sich unterschiedlich ausprägen. Während der effizienten Phase geht es um das Verständnis und das Erfassen der neuen Qualität, wobei das Schöpferische im Vordergrund steht. Wenn die neue Qualität manifestiert und stabilisiert ist, beginnt sich bereits die defiziente Phase abzuzeichnen, die Struktur ist in ihrer Qualität erschöpft und es zeigen sich bereits die Anzeichen der neuen Struktur, die schließlich in die Mutation führen.

In unseren Tagen durchleben wir einen solchen Bewusstseinswandel, nämlich denjenigen aus der mental-rationalen Struktur in die sich bereits seit langem ankündigende integrale Struktur.

Die Defizienzphase, in der wir uns gerade bewegen, zeitigt enorme Veränderungen, ein großes Chaos in allen möglichen Bereichen, viele Krankheiten und Stressparameter, mit denen wir konfrontiert sind. Vor allem die großen Themen der integralen Struktur, die Zeit als Qualität und Intensität und das Geistige als der alles durchscheinende und umspannende Ursprung sind diejenigen Bereiche, die sich vorwiegend noch in der defizienten Form zeigen. Was das Thema der Zeit betrifft, so begegnet uns etwa die Getriebenheit, Schnelllebigkeit und Hast, weil kaum mehr ein Mensch alle Anforderungen, die ihm gestellt sind, bewältigen kann und nach wie vor die meisten Menschen die Zeit als mental-rationale Uhrenzeit verstehen, nicht jedoch als eine grundlegende Qualität.

Seit Einstein wissen wir von der Zeit als einer vierten Dimension, wenn auch nur als einer berechenbaren Größe, aber in vielerlei Hinsicht wird verstärkt über die Zeit als einer akathegorialen Größe nachgedacht wie zum Beispiel in der Quantenphysik und denjenigen Bereichen, die bestrebt sind, die Erkenntnisse der Quantenphysik aufzunehmen und umzusetzen, wie es in Temporik-ART auf ganz praktische Weise geschieht.

Was das Geistige angeht, so begegnet es uns ebenfalls in defizienten Formen, die eher an Rückfälle in bereits überwundene Strukturen erinnern als daran, was Gebser mit dem Geistigen meint. Nämlich die Diaphanität, das Durchscheinen des Geistigen als dem ursprünglichen und tragenden Prinzip. In etlichen Bereichen scheint das Geistige jedoch bereits seit langem durch, wobei wieder die Quantenphysik zu nennen ist, aber auch alle Bereiche, in denen es nicht mehr nur um Systeme geht, sondern bereits um Strukturen, so wie in Temporik-ART.

Das integrale Verständnis der Wirklichkeit bedarf einer Bewusstwerdung des Weltganzen als Verwirklichungshierarchie, in der alles mit allem verbunden ist und in ständiger Wechselwirkung miteinander steht. Es bedarf des inneren Gewahrwerdens aller bereits geleisteter Bewusstseinsmutationen und einen grundlegenden Wandel der bisherigen Ichbezogenheit hin zu einem Miteinander und Füreinander, hin zu einem Sich, wie Gebser es nennt.

Um diesen Übergang aus der defizienten rationalen Struktur in die integrale zu leisten, hat uns Jean Gebser das theoretische Modell geliefert, das jeder und jedem von uns den Weg weisen kann, der zu gehen ist, um diese Phase des Übergangs gefahrlos zu überstehen. Es ist die Aufgabe des einzelnen Menschen, diesen Übergang zu leisten. Temporik-ART bietet hierzu die gestalterischen Mittel, die dem tieferen Verständnis dessen, worauf es in diesen Tagen ankommt, Wege in ein Zeit-freies und Ich-freies Leben weisen.

Es ist eines nötig: einmal in seinem Leben wenigstens eines ganz getan zu haben. Ganz. Mit allem Einsatz. Bis zum stärksten Verlust. Bis zur endgültigen Aufgabe des eigenen Ichs. Einmal über sich selbst hinausspringen und an die Himmel rühren. Einmal die Spannung so weit zu treiben, daß es nur noch das Entweder-Oder gibt. Wenn man da hinüber kann, dann kann man durch. (Jean Gebser)

Weiblichkeit und Spiritualität

Frauenseminar: 27. – 29.05.2011
Psychobionische Innenweltreisen und Profilings mit Marina Stachowiak

Was ist mit Weiblichkeit oder dem Weiblichen gemeint? Was hat es mit Spiritualität auf sich und wieso sind diese Fragen gerade für Frauen unserer heutigen Zeit so unglaublich relevant?

Dieses Seminar geht den Themen in psychobionischen Supervisionen nach und schaut sie von innen. Jede Frau hat das Potenzial, ihre Weiblichkeit zu entfalten und damit einen erheblichen Beitrag für ein friedliches Zusammenwirken in den ganz persönlichen Beziehungen, aber auch weit darüber hinaus zu leisten. Die Jahrtausende währende Unterdrückung und Ausmerzung des Weiblichen – in Frauen und Männern gleichermaßen – in den Wissenschaften und in der Religion, in Politik und Gesellschaft – hat zu einer Weltsicht geführt, die zwar das Einzelne präzise fokussiert, die Verbindung zum Ganzen jedoch verloren hat.

Und darum geht es, um die Verbindung zum Ganzen und das Aufgehoben-Sein in ihm. Das bedeutet letztlich, eine neue Weltwahrnehmung zu entfalten, in der das Weibliche und das Männliche in uns in Einklang gelangt und wieder jene Polarität entfaltet, die sich gegenseitig trägt und befruchtet.

Dass Frauen hier und heute die ersten Schritte zu gehen haben, sie gehen müssen, ist der Tatsache zu schulden, dass das weibliche Geschlecht die Unterdrückung des Weiblichen in der Opferposition erfahren hat. Im Seminar wird es deshalb gerade auch um die Geschichte der Mütter, Großmütter und Urgroßmütter gehen, welche die nicht gelebte Weiblichkeit an uns weiter vererbt haben.

Spiritualität, um die es in diesem Seminar meint eine post-egoische geistige Leistung, die nicht als Rückfall in prä-egoische Religionen und Mythen oder in magische Bewusstseinsstufen missverstanden werden darf, ganz im Gegenteil! . Alle prä-egoischen Entwicklungsperioden der Menschheitsgeschichte bilden jedoch den fruchtbaren Boden für eine Spiritualität, die dazu in der Lage ist, die überkommenen Strukturen zu integrieren und einzubinden und sie bewusst ins Ganze einzuschließen, denn sie gehören dazu. Nur so, im Bewusstsein des Ganzen und im Bewusstsein dessen, dass alle bisherige Entfaltung nötig ist, um den nächsten Bewusstseinssprung zu leisten, ist er auch leistbar.

Eva – Sexualität und Tod im Patriarchat

Eva – Sexualität und Tod im Patriarchat

Lichtbildvortrag: 04.03.2011, 19.00 Uhr
Der Vortrag verfolgt die Wandlung der Auffassungen über Sexualität und Tod, die im Bild der Frau zur Aussage gelangen, anhand der Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Bewusstseinsstrukturen. Er versteht sich als Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit Religion und Mythos. Von der Großen Mutter und Göttin bis zur Mutter Gottes der christlichen Religion, von der biblischen Eva und der talmudischen Lilith bis zur Besessenen der Neuzeit und der Prostituierten im 20. Jahrhundert spürt der Vortrag den Bildern der Frau nach. Wer ist sie, wie wurde sie in den unterschiedlichen Epochen gesehen und wer hat die Bilder von ihr entworfen?

Weibliche Spiritualität im Märchen

Weibliche Spiritualität im Märchen

Aschenputtel – Weg der inneren Reifung, Vortrag: 14.01.11
Die meisten Märchen haben sich im Lauf von Jahrhunderten gewandelt und sich den Gegebenheiten der jeweiligen Epoche angepasst. Dadurch ist ihr ursprünglicher Bedeutungsgehalt häufig verschleiert, zum Teil herausgelöst worden oder ganz verloren gegangen. In vielen Märchen ist jedoch die ursprüngliche Bedeutung noch erhalten. Zum Beispiel in Märchen, in denen die Überreste einer alten Spiritualität durchscheinen, deren universaler Charakter sich in Bildern übersinnlicher Phänomene, Symbolen der Lebenskraft und in Geschichten seelischer Wandlungs- und Transformationsprozesse aufscheint.

Die Sprache der Märchen ist eine Bilder- und Symbolsprache, welche die tieferen Schichten der menschlichen Seele berührt. Märchen transportieren ein universales Wissen, aus dem heraus Einsichten in die seelische Grundkonzeption jener tieferen Seelenschicht zu gewinnen sind. Das Märchen vom Aschenputtel führt uns in vielfältiger Symbolik das Streben des Menschen nach ständiger Weiter- und Hö­herentwicklung bis zur initiatorischen Reife der Persönlichkeit vor Augen.

Faschismus und Krieg – Die Folgen in den Generationen danach

Faschismus und Krieg – Die Folgen in den Generationen danach

23. – 26.06.2011

Psychobionische Innenweltreisen mit Marina Stachowiak

Der deutsche Faschismus und der zweite Weltkrieg haben nachhaltige Traumatisierungen hinterlassen, die in den Nachkriegsgenerationen auf vielfältige Weise weiter wirken. Weder die kollektive Schuld, noch die durch Unterdrückung und Krieg entstandenen Ängste und Verunsicherungen sind bis heute bewältigt. Sie zeigen sich in den Nachkriegsgenerationen in Form von vielfältigen Stresssymptomen, die zu gesundheitsgefährdenden Faktoren werden können.

Die Epigenetik bestätigt die Erkenntnis, dass wir die Erbinnen und Erben der Erfahrungen unserer Vorfahren sind! Wir tragen die kollektive Schuld und die Folgen unbewältigter Ängste und Traumata unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern! Und wenn auch wir sie weiter unbewältigt lassen, geben wir sie weiter an unsere Nachkommen.

Es wird Zeit, die Vergangenheit nicht nur im Außen, sondern auch und gerade im Inneren zu bewältigen! Mit der Psychobionik haben wir eine einzigartige Technik zur Hand, mit der wir uns dieser schwierigen Aufgabe annehmen können. Vergangenheitsbewältigung, um für sich selbst und seine Kinder die größtmögliche Gesundheitsvorsorge zu treffen und darüber hinaus einen entscheidenden Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten, ist für die heutige Zeit eine der Not-wendigen Herausforderungen.

In den Seminaren zum deutschen Faschismus stellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihre Familie nicht im Außen, sondern im Inneren auf und erfahren die Geschehnisse und Hintergründe hautnah selbst und direkt in einer nie da gewesenen Tiefe! In Synergetischen Profilings können die bedeutenden und historisch nachwirkenden Situationen aus der Familiengeschichte gezielt aufgesucht und in der jeweiligen Innenwelt gegen geprüft werden, so dass auch die durch sie resultierenden Auswirkungen im Leben der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich werden.

Mit Psychobionik kann jeder Mensch seine kollektive Vergangenheit selbst erlösen und nachhaltig verändern: Für sich selbst, für seine Vorfahren und für seine Nachkommen.

Das Arbeiten in den Seminaren:

Intensive Innenweltarbeit zum Thema Krieg und Faschismus in psychobionischen Einzelsupervisionen in der Gruppe

Profilings mit Familienaufstellung in der Innenwelt

Verbindung mit dem morphischen Feld der jüngsten Vergangenheit

Erfahrungen mit systemischen Familienaufstellungen, synergetischen Innenweltreisen oder Psychobionik-Supervisionen sind gute Ausgangslagen.

Mars – Antrieb und Durchsetzungskraft. Venus – Sinnlichkeit und Harmonie

Mars – Antrieb und Durchsetzungskraft. Venus – Sinnlichkeit und Harmonie

Seminare

Kollektive Urbilder im individuellen Seelenfeld

Mars – Antrieb und Durchsetzungskraft: 01. – 03.04.2011

Venus – Sinnlichkeit und Harmonie: 20. – 22.05.2011

Astrologische Psychobionik mit Roswitha Schneider und Marina Stachowiak

Planetenaspekte Ihres persönlichen Geburtshoroskops, Profiling innerhalb der Gruppe zu Ihren innerseelischen planetaren Qualitäten sowie deren innere individuelle Struktur.

„Wenn es Wahrheiten gibt, die nach Jahrtausenden noch dieselben sind, dann können es nur innerseelische Wahrheiten sein, während sich unterdessen alle Bewusstseinsinhalte geändert haben. Das Bleibende in der Astrologie beruht somit auf Symbolen, die seelische Grundgehalte umschreiben.“ (Thomas Ring, Astrologische Menschenkunde, Teil IV, S. VII)

Die Astrologie ist ein auf Selbstähnlichkeiten basierendes Modell, das seit Jahrtausenden zur Erfassung und Erklärung von Wirkzusammenhängen („wie oben so unten“) und der Einbindung des Menschen in ein Gesamtsystem dient.

Mit der von Bernd Joschko entwickelten Psychobionik eröffnen sich dem astrologischen Modell nunmehr völlig neue Möglichkeiten: Die von außen herangetragene und damit die Oberfläche betrachtende Interpretation und Deutung ist nicht länger gefragt. Vielmehr eröffnet die Psychobionik das Feld der innerseelischen Betrachtungsweise: Die Grundanlagen des Menschen, wie sie selbstähnlich im Geburtshoroskop dargestellt sind, können sich nun durch die direkte Begegnung und das unmittelbare Erleben von selbst erschließen und erklären.

Einen Ansatzpunkt bieten hier z. B. die planetaren Kräfte, welche der Beschreibung von Grundenergie-Qualitäten dienen, die jedem Menschen inneliegen. Als Kollektiv-Symbole sind sie auch im individuellen Feld des einzelnen Menschen aufrufbar und in ihrer Qualität als höhere Instanzen bzw. Urbilder des eigenen Seelenfeldes wahrzunehmen.

Über die Technik des Profiling werden Ereignisse und Erlebnisse aufgefunden, die zu lebenshemmenden Musterprägungen geführt haben und dadurch die freie Entfaltung der Grundenergie-Qualitäten behindern oder unterbinden. Über die psychobionische Transformationsarbeit werden diese Blockaden aufgelöst, so dass das individuelle Potenzial wieder frei fließen kann und der lebendigen Umsetzung zur Verfügung steht.

Der mit der Aufdeckungs- und Transformationsarbeit einhergehende Erkenntnisprozess erweitert und vertieft das Bewusstsein für den eigenen Lebensentwurf und die dahinerliegende Aufgabenstellung, wie sie bereits selbstähnlich im Geburtshoroskop als „Landkarte der Seele“ angedeutet ist.

Die Bewusstseinsstufen nach Jean Gebser

Die Bewusstseinsstufen nach Jean Gebser

… hier ein Ausschnitt aus meinem Buch Wahre Schönheit kommt von innen. Bewusstsein und Tiefe im Synergetischen Heilen. Bd. II, Bernd Joschko Verlag 2006. S. 126-130:

In diesem Hauptwerk Ursprung und Gegenwart entfaltet Jean Gebser eine Gesamtschau der abendländischen Bewusstseinsgeschichte in fünf großen Stufen aus der Perspektive des gegenwärtig sich vollziehenden Bewusstseinswandels und mit Ausblick auf ein kommendes Bewusstsein, welches sich bereits seit langem ankündigt und das alle bisherigen Stufen umfasst: das integrale Bewusstsein.
Vom verborgenen Ursprung ausgehend, der durch alle Stufen hindurch scheint, und in dem bereits alle Entfaltung, alles Wachstum und alle Entwicklung beschlossen liegt, beschreibt er die archaische, die magische, die mythische und die mentale Struktur und schließlich diejenige, sich momentan entfaltende integrale Struktur.

In eindrucksvollen Beispielen aus Geschichte, Philosophie, Naturwissenschaften, Religion und Mythos, Kunst und Literatur, vermag er Licht in das Chaos der Informationen aus Jahrtausenden zu bringen, indem er die Struktur des geistigen Hintergrundes jener Existenzstufen der Menschheitsentwicklung beschreibt.
Diese fünf Stufen, welche die Menschheit im Laufe ihrer Evolution durchlaufen hat, konstituieren auch jeden einzelnen Menschen und werden im Verlauf jeder einzelnen menschlichen Existenz durchlaufen.

Die archaische Struktur

Die archaische Struktur können wir uns als eine Art paradiesischen Zustand vorstellen, in dem der Mensch noch identisch ist mit dem Sein. Er ist noch im Einklang mit dem All, und Innen und Außen sind noch ungeschieden. Vielleicht können wir uns die archaische Struktur so vorstellen wie den Zustand im Mutterleib. Diese Struktur ist dem Ursprung am nächsten. Gebser beschreibt sie als nulldimensional.

Die magische Struktur

Aus diesem Bewusstseinszustand heraus mutiert die magische Struktur, in der das Handeln und Machen bedeutend wird (Magie). Sie bezeichnet einen Zustand des in sich selbst Ruhens. Die Welt ist noch schemenhaft wie bei einem Säugling. In dieser Struktur entfaltet sich ein vitales triebhaftes noch Ich-loses Bewusstsein und bindet den Menschen in die Blutsverwandtschaft einer Sippe, mit der er telepathisch kommuniziert. Sprache ist noch nicht wichtig, vielmehr steht das Hören im Vordergrund. Der Mensch beginnt zu wollen und er lauscht der Natur ihre Geheimnisse ab. Die ersten Werkzeuge entstehen und er bemächtigt sich der Natur und ihren Gesetzen durch Rituale, um sich der Außenwelt bewusst zu werden. Gebser beschreibt diese vorwiegend männlich dominante Struktur als eindimensional und gibt ihr als Zeichen den Punkt.

Die mythische Struktur

Aus der magischen mutiert die vorwiegend weiblich dominante mythische Bewusstseinsstruktur, die den Menschen zur Bewusstwerdung seiner Innenwelt führt. Die mythische Struktur, die Gebser als zweidimensional bezeichnet, und der er das Symbol des Kreises zuordnet, lässt dem Menschen erstmals die Zeit zu Bewusstsein kommen, nämlich die ständig kreisende Naturzeit, die ihm durch den Kreislauf der Gestirne und Jahreszeiten bewusst wird. Der mythische Kreis umfasst die Polaritäten und gleicht sie aus. Weiblich und männlich, Tag und Nacht, Leben und Tod, gehören untrennbar zusammen und bilden die Pole der psychischen Erfahrungswelt des Menschen.
Horchte der magische Mensch in die Außenwelt, so lauscht der mythische Mensch in die Innenwelt, um seine Seele zu erfahren. Und so wie sich der Tag in der Nacht spiegelt, das Männliche im Weiblichen und umgekehrt, so spiegelt sich auch das wortlose Lauschen im tönenden Wort des aussagenden Mythos. Das innen Gehörte und Geschaute wird im Außen hörbar und sichtbar im erzählten und gesprochenen Mythos.
Die mythische Welt ist die Welt der Großen Mutter, aus der alles hervor geht, und in die alles wieder eingeht, um von neuem daraus hervor zu gehen. Diese Welt ist jene, die uns, wenn auch verdeckt, noch aus den Märchen aufscheint und in die wir in unseren Träumen hinabsinken. Es ist jene Welt, in der wir als Kinder zu Hause waren, in der es die Feen noch wirklich gibt und in der uns die Engel begleiten. Es ist die Welt der Göttinnen und Götter, aber auch diejenige der Dämonen und Geister. Es ist die Welt der Bilder und Symbole, in denen sich die Psyche ausdrückt, und die auch im Synergetischen Heilen sehr häufig in Erscheinung tritt.

Die mentale Struktur

Die mythische Welt ist der geistige Hintergrund, das Fundament der aus ihr mutierenden männlich dominanten mentalen Bewusstseinsstufe. Gebser bezeichnet sie als dreidimensional, und gibt ihr als Symbol das Dreieck. Ihre Aufgabe ist die Bewusstwerdung des Raumes, den der Mensch durch die Entdeckung der Perspektive in die sichtbare Darstellung zu bringen vermag.
Hatte sich der mythische Mensch seiner Innenwelt zugewendet, so wendet sich der mentale Mensch nun wieder der Außenwelt zu. Er emanzipiert sich aus der mythischen Gemeinschaft und entdeckt sein Ego als Träger seiner ganz individuellen Handlungskompetenz, die er nun strebend und erobernd in die Welt trägt, um dieser habhaft zu werden. Es ist die Welt des Raumes, die er nun erforscht und analysiert. Die Wissenschaften entstehen und die Gesetzmäßigkeiten der Natur werden erforscht.
Statt der einstigen gänzlichenden Polarität der mythischen Struktur, die in einem Sowohl-Als-Auch den Ausgleich und die Ergänzung der Gegensätze gefunden hatte, tritt in der mentalen Welt ein dualistisches Entweder-Oder in den Vordergrund. Die Dinge und die Welt werden bewertet, gerichtet und bemessen. Nicht die allumfassende Seele, nicht die fühlende, empfindende Psyche und das Miteinander menschlicher Gemeinschaft bestimmen das Leben des mentalen Menschen, sondern das Bewusstsein der Vereinzelung. Statt dem mythischen Imaginieren stehen jetzt Denken und Vorstellen im Vordergrund. Maß und Masse werden bestimmend, Gesetze entstehen, und alle Dinge werden bewertet. Was einst polar-gänzlichend war, zerfällt in der mentalen Welt in streng voneinander getrennte und nicht vereinbare Gegensätze.
Das mentale Bewusstsein ist jenes, das uns wohl am vertrautesten ist. In seiner momentan rückläufigen Phase, die Gebser auch als das rationale Bewusstsein bezeichnet, sorgt es gegenwärtig für ziemlich viel Chaos. Ein Chaos, aus dem sich spürbar und immer deutlicher erkennbar jene neue Mutation entfaltet, die Gebser als das integrale Bewusstsein beschrieben hat.

Die integrale Struktur

Die integrale Struktur entfaltet sich als Durchsichtig-Werden aller bislang mutierten Stufen der geistigen Entfaltung des Menschen. Sie ist nicht als Bewusstseinserweiterung zu verstehen, da eine Erweiterung lediglich eine Erweiterung des Mentalen im Sinne einer Räumlichung bedeuten würde. Der Raum aber ist im Integrat überwunden! Die integrale Stufe stellt vielmehr eine Intensivierung des Bewusstseins im Sinne einer geistigen Wachheit und Klarheit dar, die sich als Wahrnehmen und Wahrgeben des Ganzen zu erkennen gibt.

Durch die synergetische bzw. psychobionische Methode werden die einzelnen von Gebser beschriebenen Mutationen der geistigen Entfaltung des Menschen offenkundig. Da die einzelnen evolutionären Stufen in jedem Menschen präsent sind, öffnen sich uns die verschiedenen Welten über die mythische und magische bis hinab in die archaische Struktur in der Innenwelt. Sie sind hier sogar direkt erlebbar und erfahrbar für uns, so dass wir ihren Charakter erkennen und in unser Bewusstsein integrieren können.
Diese Integration geschieht durch die jeweils momentan wirkende Bewusstseinsstufe, die in der Lage ist, alle ihr inhärenten Stufen als Teile mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Eigenschaften zu erkennen. Und diese Erkenntnis erschließt sich uns als eigene Tiefe.
In diesem Sinne steht uns das synergetische bzw. psychobionische Heilen als eine der effektivsten Möglichkeiten zur Verwirklichung des integralen Bewusstseins zur Verfügung.