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temporik-art Die schöpferische Bewusstseinsges­taltung vor dem Hintergrund der inte­gralen Theorie Jean Gebsers

temporik-art

Die schöpferische Bewusstseinsges­taltung vor dem Hintergrund der inte­gralen Theorie Jean Gebsers

Das weltweite Chaos, in dem wir uns heute befinden zeigt immer deutlicher den momentan sich vollziehenden Bewusstseinswandel auf. Durch den zunehmenden Materialismus, die Ausbeutung von Ressourcen und durch wirtschaftliche Machtinteressen hat sich die Krise immer weiter verschärft. Diese kurzsichtige und verantwortungslose Vorgehensweise provoziert Kriege und weltweiten Hunger und Not. Sie bedroht die biologische Vielfalt und das Leben auf der Erde und wirft die grundsätzliche Frage des menschlichen Überlebens auf. Ausnahmslos alle Menschen auf der Welt sind davon betroffen, was insbesondere an der psychischen Not offenkundig wird, die allerorts herrscht.
Die schöpferische Bewusstseinsgestaltung mit temporik-art vermag es, den höchsten Kontext des Menschen, sein Bewusstsein, von hindernden Verhaftungen und einer blockierenden Vergangenheit zu befreien. temporik-art verfügt über schöpferische Gestaltungskriterien, die das Bewusstsein dazu veranlassen, emergente Veränderungen von sich aus vorzunehmen. Diese geschehen diskontinuierlich und sprunghaft, und münden in eine komplexere und höherwertige Ordnungsstruktur.
temporik-art bewegt sich bereits in einer neuen Dimension, die es uns ermöglicht, in ein integrales Erfassen der Wirklichkeit vorzudringen. Mit diesen grundlegenden Bewusstseinsveränderungen geht ein Zugewinn an innerer Stärke und menschlicher Freiheit einher, der im Leben in neue Resonanz führt.
Bereits in den 1940er Jahren zeigte der Schweizer Kulturtheoretiker Jean Gebser die Gründe für den sich momentan vollziehenden Bewusstseinswandel auf. In seinem bahnbrechenden Werk Ursprung und Gegenwart legte er offen, wie sich dieser Umbruch aus der erschöpften rationalen Bewusstseinsstruktur in ein intensiveres, ein integrales Bewusstsein vollziehen würde. Damals nur von einzelnen verstanden, steht heute außer Zweifel, wie wahr und zutreffend seine Prognosen sind und wie wegweisend und heilsam Gebsers Werk gerade heute für uns ist.
temporik-art stellt der Theorie Gebsers eine konkret praktische Möglichkeit zur Überwindung der gegebenen Schwierigkeiten und der psychischen Not zur Seite. Mit temporik-art kann jeder einzelne Mensch sein Bewusstsein von Hinderndem und transgenerationalem Erbe befreien und seinen Weg im inneren Frieden und im Einklang mit dem Weltganzen gehen. temporik-art hat das bloß Systematische und Zielorientierte überwunden und arbeitet Hand in Hand mit dem ursprünglich Schöpferischen. Deshalb ist temporik-art weltweit einzigartig.

© temporik-art Verlag Reinheim, 2017
Alle Rechte vorbehalten
Umschlag- und Satzgestaltung: Andreas Stachowiak
Druck: Druckerei Berg, Reinheim
Titelbild: Marina Stachowiak: Pluto (Aquarell auf Kleister, Turmalin)

ISBN 978-3-945904-08-4
18,00 €

Sexuelle Gewalt in der Kindheit

Sexuelle Gewalt in der Kindheit

Sigmund Freud und die Verleugnung der Wahrheit

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Wildwasser Marburg  will diese Schrift auf die Anfänge der in den 1980er Jahren einsetzenden Bewegung gegen die sexuelle Gewalt an Mädchen aufmerksam machen. Sie wendet sich gegen die Grundkonzepte der von Sigmund Freud begründeten Psychoanalyse, die sexuelle Gewalterfahrungen während der Kindheit nicht als tatsächlich stattgefundene Gewalttaten versteht, sondern als Phantasieprodukte der Kinder.

Sigmund Freuds Verdienst ist es, die Ursachen neurotischer Erkrankungen in den sexuellen Gewalterfahrungen während der Kindheit gefunden zu haben. 1896 veröffentlichte er seine Ergebnisse in der Schrift „Zur Ätiologie der Hysterie“. Er nahm jedoch bald darauf seine Annahme zurück und konstatierte, dass es sich bei den sexuellen Übergriffen, von denen ihm seine PatientInnen berichtet hatten, um Phantasien handelte.

Vor diesem Hintergrund entwickelte er seine Theorien über die psychosexuelle Entwicklung des Kindes und insbesondere die Theorie des Ödipuskomplexes, nach der ein männliches Kind im Alter zwischen drei und fünf Jahren sich unbewusst erotisch zu seiner Mutter hingezogen fühle und gegenüber seinem Vater in eine Rivalitätsbeziehung trete. Weil das Kind deshalb den Vater unbewusst töten wolle, entwickele es ihm gegenüber Schuldgefühle und die Angst vor dessen Bestrafung durch Kastration.

Dieses unglaubliche Konstrukt Freuds hat es vermocht das Tabu sexueller Gewalt an Kindern weitere fast hundert Jahre zu untermauern.

Institut für integrale Bewusstseinsbildung (Herausgeber)
© temporik-art Verlag Reinheim, 2016
Alle Rechte vorbehalten
Umschlag- und Satzgestaltung: Andreas Stachowiak
Druck: Druckerei Berg, Reinheim
Titelbild: Bertha Pappenheim während ihres Aufenthaltes im Sanatorium Bellevue 1882

ISBN 978-3-945904-07-7
8,00 €

Das ungeahnte Erbe

Das ungeahnte Erbe

Die Auflösung transgenerationaler Belastungen mit temporik-art

Seit etwa 10 Jahren ist uns bewusst, dass die Folgen von Kriegen und das Aufwachsen in totalitären Systemen weitreichender sind, als bisher geahnt. Die Erfahrungen von Holocaust und Verfolgung, von Krieg, Bombardierung, Vergewaltigung, Flucht und Vertreibung sowie Hunger- und schweren Notzeiten hinterlassen seelische Wunden, die das weitere Leben eines Menschen sehr stark belasten. Dies trifft besonders auf diejenigen zu, die den Krieg als Kinder erlebten. Diese Generation nennt sich selbst die Kriegskinder. Aber nicht nur diejenigen, die den Krieg selbst erlebten leiden bis ins hohe Alter an den inneren Folgen wie Posttraumatischen Belastungsstörungen, Ängsten, Depressionen, Demenz usw., sondern auch die nachfolgenden Generationen, die Nachkriegskinder und Kriegsenkel sind davon betroffen.
Diese sogenannten transgenerationalen Belastungen wirken sich vor allem im Inneren aus und füh ren zu Blockaden und Hemmnissen, die sich in unterschiedlichen Lebensbereichen bemerkbar machen können und deshalb auch nur selten als transgenerationales Erbe erkannt werden.
Auch die Folgen einer Erziehung zu Gehorsam und Unterordnung zählen zum transgenerationalen Erbe und haben tiefe seelische Narben hinterlassen. Insbesondere die auf Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, Nationalstolz, Führer-Gefolgschaft, Juden- und Fremdenhass und vor allem auf den Kriegseinsatz zielende nationalsozialistische Erziehung wirkt sich bis heute aus.
Diese Schrift geht auf dieses ungeahnte Erbe ein und zeigt Wege auf, sich mit der schöpferischen Bewusstseinsgestaltung mit temporik-art davon zu befreien. Sie will auch auf das gegenwärtige Kriegsgeschehen in der arabischen Region und in Afrika hinweisen, das uns das im eigenen Land erfahrene Leid durch Krieg, Holocaust, Flucht und Vertreibung spiegelt und uns geradezu dazu auffordert, einen friedlichen Umgang miteinander zu gestalten.

Institut für integrale Bewusstseinsbildung (Herausgeber)
© temporik-art Verlag Reinheim, 2015
Alle Rechte vorbehalten
Umschlag- und Satzgestaltung: Andreas Stachowiak
Druck: Druckerei Berg, Reinheim
Titelbild: Kinder im Jahr 1934/35
ISBN 978-3-945904-06-0
10,00 €

Wege aus der Krise

Wege aus der Krise

Cover Wege aus der KriseÄhnlich wie der Kulturtheoretiker Jean Gebser sieht der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr die Ursache für die gegenwärtige weltweite Krise in der Ignoranz der neuen Weltwahrnehmung, die vor allem auch aus den Erkenntnissen der holistischen Physik entspringt. Er sagt: „Wenn die neue Physik uns zeigt, dass die Zukunft prinzipiell nicht vorhersagbar und die Natur keine Maschine ist, dann bedeutet das, alle gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, die sich an diesem überholten Weltbild orientieren, in Frage zu stellen.“
temporik-art – die Kunst der schöpferischen Bewusstseinsgestaltung – ist bereits in der sich momentan gestaltenden neuen Wirklichkeit angesiedelt. Mit ihr ist es möglich, sich von den Lasten der Vergangenheit zu befreien und sein Bewusstsein zu intensivieren. Dies nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Weltganze.
Das Anliegen dieser Schrift ist es, aufzuzeigen inwiefern Phänomene der holistische Physik denjenigen von temporik-art entsprechen und mit welchen zutiefst schöpferischen Prozessen wir es auch in der Arbeit mit temporik-art zu tun haben.

Institut für integrale Bewusstseinsbildung (Herausgeber)
© temporik-art Verlag Reinheim, 2015
Alle Rechte vorbehalten
Umschlag- und Satzgestaltung: Andreas Stachowiak
Druck: Druckerei Berg, Reinheim
Titelbild: Kipp-Bild im Raum, Aquarell von Marina Stachowiak
ISBN 978-3-945904-05-3
7,99 €

Kultursommer

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Einladung zu den Tagen
des offenen Ateliers

19.09. bis 20.09.2015 von 14.00 bis 18.00 Uhr

Integrale Kunst, Aquarelle mit Substanzen

Ausstellung im Institut für Integrale Bewusstseinsbildung
mit Arbeiten von Marina Stachowiak

Aktion: BesucherInnen gestalten eine Friedens-Litfasssäule

Darmstädter Straße 16, 64354 Reinheim, Tel.: 06162 969270

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im temporik-art Atelier

Hokuspokus? Erlebnisabend mit der natürlichen Kraft des Magnetismus

Hokuspokus?

Erlebnisabend mit der natürlichen Kraft des Magnetismus und Kurzvortrag über die Methode

mit Denis Tisserand und
Marina Stachowiak

Magnetismus ist eine alte, vielerorts in Ver­gessenheit geratene Methode der kCover_SR4_Mesmerörperlichen Energiearbeit, die von dem Arzt Franz Anton Mesmer im 18. Jahrhundert entwickelt wurde und die nach ihm auch als Mesmerismus be­zeichnet wird. Wie un­sere Erde besitzt auch der Mensch ein magne­tisches Feld, welches sehr empfindlich auf die verschiedensten Ein­flüsse reagiert. Dieses magnetische Feld kann durch die Anwendung von Heilmagnetismus beeinflusst werden.
Mesmers wirksame Heilmethode wurde von der Naturwissenschaft seiner Epoche nicht ak­zeptiert, so dass sie mehr und mehr in Verges­senheit geriet. Erst mit Verbreitung der Er­kenntnisse der Quantenphysik verstärkt sich das Interesse am Heilmagnetismus. Der Quan­tenphysiker Werner Heisenberg erachtete die­se elektromagnetische Energie als „die ele­mentare Energieform, von der jedes Leben ei­nes Organismus abhängt.”
Während sich der Heilmagnetismus in Frank­reich erhalten konnte, wo es bis heute Heile­rinnen und Heiler gibt, die ihn anwenden, ist er in Deutschland noch relativ unbekannt.
De­nis Tisserand wird die Methode am Freitag, den 19. Juni praktisch vorstel­len.

Fr., 19. Juni, 19.00 Uhr,
im Institut für integrale Bewusstseinsbil­dung, Darmstädter Straße 16
in Reinheim.

Anmeldungen bitte bis zum Vortag der Ver­anstaltung unter

www.temporik-art.de oder
Tel.: 06162-969270

Schriftenreihe des Instituts

Schriftenreihe des Instituts

Die Schriftenreihe des Instituts für integrale Bewusstseinsbildung erscheint in unregelmäßigen Ab­ständen im temporik-art Verlag Reinheim. Sie soll mit ihrer Themenvielfalt die Grundlagen der abendländischen Bewusstseinsbildung und Geistesgeschichte so­wie aktuelle Themenbereiche um­reißen und die Leserinnen und Leser auf die Möglichkeiten der Bewusstseinsveränderung auf­merksam machen.
Die beinhalteten Themen orientieren sich maß­geblich am Werk des Kulturtheoretikers Jean Gebser, der in sei­nem Hauptwerk Ur­sprung und Gegenwart die durch die Mensch­heitsgeschichte ent­standenen und uns inhärenten Bewusstseinsmu­tationen aufgezeigt hat. Gebser hat bereits in den 1940-er Jahren die Schwierigkeiten der gegenwärtig wirkenden defizienten Bewusst­seinsphase ange­kündigt, und auf die enormen Schwierigkeiten hingewiesen, mit de­nen wir heute weltweit konfrontiert sind. Neben den zerstöreri­schen Kräften weist Gebser aber auch auf die schöpferischen Kräfte hin, die eine Lösung aus der gegenwärtigen Krise ermögli­chen. Er zeigt auf, wo diese be­reits seit längerer Zeit wirken und was zu tun ist, um den Sprung aus dem rationalen ins integrale Bewusstsein zu leisten. Diese Leistung muss von jedem einzelnen Menschen unternommen wer­den.
Die Kunst der schöpferischen Bewusstseinsgestaltung mit tempo­rik-art basiert in ihren Grundlagen auf Gebsers Werk.

In der Schriftenreihe sind bisher folgende Titel erschienen:

Band 1: Marina Stachowiak, Weibliche Spiritualität im Märchen. Aschenputtel – Weg der inneren Reifung

Band 2: Marina Stachowiak, Hochsensibilität und Nahtoderfahrung

Band 3: Roswitha Schneider, Demenz. Die not-wendende Botschaft des Bewusstseins

 

In Vorbereitung:

Franz Anton Mesmer und der animalische Magnetismus

Die Waffen nieder. Bertha von Suttner. Ein Leben für Frieden und Abrüstung

Non est deus. Der Narr in der frühen Neuzeit und die Entwicklung des Ich

Wege aus der Krise. Holistische Physik und temporik-art

Paracelsus. Hermetiker, Arzt und Philosoph an der Schwelle zur Neuzeit

Astrologie. Aberglaube oder geistiges Weltkulturerbe

Zur Transformation transgenerationaler Erfahrungen von Faschismus und Krieg

Zum 40. Todestag von Jean Gebser

Zum 40. Todestag von Jean Gebser

Der Ursprung ist immer gegenwärtig. Er ist kein Anfang, denn aller Anfang ist zeitgebunden. Und die Gegenwart ist nicht das bloße Jetzt, das Heute oder der Augenblick. Sie ist nicht ein Zeitteil, sondern eine ganzheitliche Leistung, und damit auch immer ursprünglich. Wer es vermag, Ursprung und Gegenwart als Ganzheit zu Wirkung und Wirklichkeit zu bringen, sie zu konkretisieren, der überwindet Anfang und Ende und die bloß heutige Zeit. (Jean Gebser)

Mit diesen Worten beginnt Jean Gebser sein großartiges und gerade heute hochaktuelles Werk Ursprung und Gegenwart, in dem er die abendländische Bewusstseinsgeschichte anhand vieler Belege aus den verschiedensten Disziplinen aufzeigt und nachweist.

Heute, am 14. Mai 2013, ist sein 40. Todestag. Jean Gebser starb in den frühen Morgenstunden mit 68 Jahren in Wabern bei Bern. Er war einer der großen Bewusstseinsforscher und Visionär eines neuen Bewusstseins, das er als integral bezeichnete. Gebsers Vermächtnis war und ist nicht nur mir und dem Institut für Integrale Bewusstseinsbildung wegweisend, sondern auch vielen Menschen auf der ganzen Welt, die an Tiefe, Grund und Sinn interessiert sind.

Jean Gebser hat uns mit seinem Strukturmodell des menschheitlichen Bewusstseins auch das Wesen der eigenen Bewusstseinssphäre aufgezeigt. Demnach ist das menschliche Bewusstsein ein Simile der menschheitlichen Bewusstseinsmutationen. Denn durch Gebser wissen wir heute, dass jeder Mensch in der individuellen Entwicklung vom Säugling zum Erwachsenen die jeweiligen Stadien der menschheitlichen Bewusstseinsentfaltung erneut durchlaufen muss. Dies bedeutet für den einzelnen Menschen eine enorme geistige Leistung, die, wenn sie vollzogen ist, zu einem Dimensionsgewinn führt.

Mit Temporik-ART können wir Gebsers Modell nun nach so langer Zeit eine praktische Methode zur Seite stellen, die erstmals dazu in der Lage ist, die von Gebser aufgezeigten und uns konstituierenden Bewusstseinsstufen aufzufinden und sie schöpferisch zu verändern, sie uns bewusst werden zu lassen und sie zu integrieren. Dass es so lange gedauert hat, Gebsers Modell eine praktisch handhabbare Methode zur Seite zu stellen, zeugt von der Langsamkeit von Bewusstwerdungsprozessen, aber auch von der Mühsal, die sie mit sich bringen.

In seinem Werk Ursprung und Gegenwart beschreibt Gebser fünf Stufen bzw. Mutationen der geistigen Entfaltung des menschlichen Bewusstseins, die archaische, magische, mythische, mentale und die sich entfaltende integrale Struktur. Dabei distanziert er sich ausdrücklich von dem Begriff der Entwicklung im Sinne einer allgemein als lineares Geschehen verstandenen Bedeutung. Vielmehr ist das, was Gebser als Mutation beschreibt, ein sprunghaftes, akausales und plötzlich sich vollziehendes Geschehen, wobei jede neu mutierende Stufe die bereits vorhandenen integriert. Anders als andere Denker vor ihm, welche die kulturelle Entwicklung als linearen Prozess des Aufkommens neuer und besserer Formen und des Absterbens überkommener sahen, bleiben die bereits vollzogenen Mutationen laut Gebser bestehen und werden von den jeweils neuen Mutationen umfangen. So wirken sämtliche Stufen in einem hierarchischen Gefüge ineinander und miteinander, wobei jede Bewusstseinsmutation einen Dimensionsgewinn darstellt. Dabei ist jede Stufe ein Nachvollzug dessen, was bereits wirkt bzw. was bereits im Ursprung angelegt ist, da jede Stufe aus dem unsichtbaren Ursprung, der für Gebser geistig-göttlicher Natur ist, mutiert.

Jede Mutation verläuft in zwei Phasen, die sich unterschiedlich ausprägen. Während der effizienten Phase geht es um das Verständnis und das Erfassen der neuen Qualität, wobei das Schöpferische im Vordergrund steht. Wenn die neue Qualität manifestiert und stabilisiert ist, beginnt sich bereits die defiziente Phase abzuzeichnen, die Struktur ist in ihrer Qualität erschöpft und es zeigen sich bereits die Anzeichen der neuen Struktur, die schließlich in die Mutation führen.

In unseren Tagen durchleben wir einen solchen Bewusstseinswandel, nämlich denjenigen aus der mental-rationalen Struktur in die sich bereits seit langem ankündigende integrale Struktur.

Die Defizienzphase, in der wir uns gerade bewegen, zeitigt enorme Veränderungen, ein großes Chaos in allen möglichen Bereichen, viele Krankheiten und Stressparameter, mit denen wir konfrontiert sind. Vor allem die großen Themen der integralen Struktur, die Zeit als Qualität und Intensität und das Geistige als der alles durchscheinende und umspannende Ursprung sind diejenigen Bereiche, die sich vorwiegend noch in der defizienten Form zeigen. Was das Thema der Zeit betrifft, so begegnet uns etwa die Getriebenheit, Schnelllebigkeit und Hast, weil kaum mehr ein Mensch alle Anforderungen, die ihm gestellt sind, bewältigen kann und nach wie vor die meisten Menschen die Zeit als mental-rationale Uhrenzeit verstehen, nicht jedoch als eine grundlegende Qualität.

Seit Einstein wissen wir von der Zeit als einer vierten Dimension, wenn auch nur als einer berechenbaren Größe, aber in vielerlei Hinsicht wird verstärkt über die Zeit als einer akathegorialen Größe nachgedacht wie zum Beispiel in der Quantenphysik und denjenigen Bereichen, die bestrebt sind, die Erkenntnisse der Quantenphysik aufzunehmen und umzusetzen, wie es in Temporik-ART auf ganz praktische Weise geschieht.

Was das Geistige angeht, so begegnet es uns ebenfalls in defizienten Formen, die eher an Rückfälle in bereits überwundene Strukturen erinnern als daran, was Gebser mit dem Geistigen meint. Nämlich die Diaphanität, das Durchscheinen des Geistigen als dem ursprünglichen und tragenden Prinzip. In etlichen Bereichen scheint das Geistige jedoch bereits seit langem durch, wobei wieder die Quantenphysik zu nennen ist, aber auch alle Bereiche, in denen es nicht mehr nur um Systeme geht, sondern bereits um Strukturen, so wie in Temporik-ART.

Das integrale Verständnis der Wirklichkeit bedarf einer Bewusstwerdung des Weltganzen als Verwirklichungshierarchie, in der alles mit allem verbunden ist und in ständiger Wechselwirkung miteinander steht. Es bedarf des inneren Gewahrwerdens aller bereits geleisteter Bewusstseinsmutationen und einen grundlegenden Wandel der bisherigen Ichbezogenheit hin zu einem Miteinander und Füreinander, hin zu einem Sich, wie Gebser es nennt.

Um diesen Übergang aus der defizienten rationalen Struktur in die integrale zu leisten, hat uns Jean Gebser das theoretische Modell geliefert, das jeder und jedem von uns den Weg weisen kann, der zu gehen ist, um diese Phase des Übergangs gefahrlos zu überstehen. Es ist die Aufgabe des einzelnen Menschen, diesen Übergang zu leisten. Temporik-ART bietet hierzu die gestalterischen Mittel, die dem tieferen Verständnis dessen, worauf es in diesen Tagen ankommt, Wege in ein Zeit-freies und Ich-freies Leben weisen.

Es ist eines nötig: einmal in seinem Leben wenigstens eines ganz getan zu haben. Ganz. Mit allem Einsatz. Bis zum stärksten Verlust. Bis zur endgültigen Aufgabe des eigenen Ichs. Einmal über sich selbst hinausspringen und an die Himmel rühren. Einmal die Spannung so weit zu treiben, daß es nur noch das Entweder-Oder gibt. Wenn man da hinüber kann, dann kann man durch. (Jean Gebser)

Weiblichkeit und Spiritualität

Frauenseminar: 27. – 29.05.2011
Psychobionische Innenweltreisen und Profilings mit Marina Stachowiak

Was ist mit Weiblichkeit oder dem Weiblichen gemeint? Was hat es mit Spiritualität auf sich und wieso sind diese Fragen gerade für Frauen unserer heutigen Zeit so unglaublich relevant?

Dieses Seminar geht den Themen in psychobionischen Supervisionen nach und schaut sie von innen. Jede Frau hat das Potenzial, ihre Weiblichkeit zu entfalten und damit einen erheblichen Beitrag für ein friedliches Zusammenwirken in den ganz persönlichen Beziehungen, aber auch weit darüber hinaus zu leisten. Die Jahrtausende währende Unterdrückung und Ausmerzung des Weiblichen – in Frauen und Männern gleichermaßen – in den Wissenschaften und in der Religion, in Politik und Gesellschaft – hat zu einer Weltsicht geführt, die zwar das Einzelne präzise fokussiert, die Verbindung zum Ganzen jedoch verloren hat.

Und darum geht es, um die Verbindung zum Ganzen und das Aufgehoben-Sein in ihm. Das bedeutet letztlich, eine neue Weltwahrnehmung zu entfalten, in der das Weibliche und das Männliche in uns in Einklang gelangt und wieder jene Polarität entfaltet, die sich gegenseitig trägt und befruchtet.

Dass Frauen hier und heute die ersten Schritte zu gehen haben, sie gehen müssen, ist der Tatsache zu schulden, dass das weibliche Geschlecht die Unterdrückung des Weiblichen in der Opferposition erfahren hat. Im Seminar wird es deshalb gerade auch um die Geschichte der Mütter, Großmütter und Urgroßmütter gehen, welche die nicht gelebte Weiblichkeit an uns weiter vererbt haben.

Spiritualität, um die es in diesem Seminar meint eine post-egoische geistige Leistung, die nicht als Rückfall in prä-egoische Religionen und Mythen oder in magische Bewusstseinsstufen missverstanden werden darf, ganz im Gegenteil! . Alle prä-egoischen Entwicklungsperioden der Menschheitsgeschichte bilden jedoch den fruchtbaren Boden für eine Spiritualität, die dazu in der Lage ist, die überkommenen Strukturen zu integrieren und einzubinden und sie bewusst ins Ganze einzuschließen, denn sie gehören dazu. Nur so, im Bewusstsein des Ganzen und im Bewusstsein dessen, dass alle bisherige Entfaltung nötig ist, um den nächsten Bewusstseinssprung zu leisten, ist er auch leistbar.

Eva – Sexualität und Tod im Patriarchat

Eva – Sexualität und Tod im Patriarchat

Lichtbildvortrag: 04.03.2011, 19.00 Uhr
Der Vortrag verfolgt die Wandlung der Auffassungen über Sexualität und Tod, die im Bild der Frau zur Aussage gelangen, anhand der Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Bewusstseinsstrukturen. Er versteht sich als Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit Religion und Mythos. Von der Großen Mutter und Göttin bis zur Mutter Gottes der christlichen Religion, von der biblischen Eva und der talmudischen Lilith bis zur Besessenen der Neuzeit und der Prostituierten im 20. Jahrhundert spürt der Vortrag den Bildern der Frau nach. Wer ist sie, wie wurde sie in den unterschiedlichen Epochen gesehen und wer hat die Bilder von ihr entworfen?